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Vorbilder der Weiterbildung 2018 im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum 7. Deutschen Weiterbildungstag geehrt

Auftaktveranstaltung zum 7. Deutschen Weiterbildungstag
Finale der zentralen Auftaktveranstaltung zum 7. Deutschen Weiterbildungstag. Auf dem Foto sind neben den Preisträgern und ihren Laudatoren die Mitwirkenden des Abends zu sehen - von links nach rechts: Ministerin Stefanie Drese MdL, MSIG MV; Marco Seiffert, rbb; Ninos Toma, KVKS Ludwigslust-Parchim; Alina Brunenberg, maxQ. im bfw; David Lebuser, sit'n'skate; Maximilian von Kannen, Beate Wittig und Yvonne Meckies, maxQ. im bfw; Dr. Julia Borggräfe, BMAS; Dietmar Schlömp, VDP; Prof. Dr. Gesine Schwan; Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB, Deutscher Bundestag; Sina Trinkwalder, manomama; Siegfried Schmauder, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Weiterbildungstag.

Preisträger des Deutschen Weiterbildungstages geehrt

Zum Deutschen Weiterbildungstag 2018 ehrten wir zum nunmehr siebten Mal Menschen, die dem abstrakten Begriff Weiterbildung ein konkretes Gesicht verleihen. Menschen und Initiativen, die eine besondere Geschichte der Weiterbildung erzählen. Und vor allen Dingen Preisträgerinnen und Preisträger, die für unser diesjähriges Motto stehen: »Weiter bilden, Gesellschaft stärken!«, also den Beitrag der Weiterbildung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt verdeutlichen.

Vorschläge konnten bis zum 30. April 2018 per E-MaiI eingereicht werden. Aus allen Einsendungen, die bis zum Stichtag vorlagen, traf die Jury im Mai eine Vorauswahl, aus der die Veranstalter in einem definierten Auswahlverfahren inzwischen jeweils einen Preisträger je Kategorie ermittelt haben.

Das sind unsere Preisträger 2018

Kategorie »Lernende«

Preis des Deutschen Weiterbildungstages 2018 an Ninos Toma

v. l. n. r. Marco Seiffert, Ninos Toma, Siegfried Schmauder, Ministerin Stefanie Drese MdL

Ninos Toma (31) mit einem beeindruckenden Werdegang in Deutschland und Vorbildfunktion für andere Zuwanderinnen und Zuwanderer. Er kam 2012 als Kriegsflüchtling aus Syrien nach Deutschland, ist heute an der VHS Ludwigslust-Parchim als pädagogischer Mitarbeiter tätig und in zivilgesellschaftlichen Foren und Arbeitskreisen engagiert.

In ihrer Laudation auf Ninos Toma würdigte Stefanie Drese MdL, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung im Land Mecklenburg-Vorpommern, den jungen Syrer als ein Beispiel für gelungene Integration. „Mit seinem beruflichen und persönlichen Werdegang in Deutschland und seinem ehrenamtlichen Engagement für Integration hat Ninos Toma eine ganz authentische Vorbildwirkung für andere Zuwanderinnen und Zuwanderer“, betonte Drese in ihrer Würdigung des Preisträgers. «Seine Bildungskarriere kann sich sehen lassen», lautet das Fazit des Deutschen Weiterbildungstages.

Exposé Laudation Video-Porträt

Kategorie »Lehrende«

Preis des Deutschen Weiterbildungstages 2018 an David Lebuser

v. l. n. r. Dietmar Schlömp, David Lebuser, Siegfried Schmauder, Marco Seiffert

Profi Wheelchair Skater David Lebuser (32) mit einem vielseitigen Engagement für die Belange von Menschen mit Behinderung. Als Reha-Fachberater, Scout, Coach, Trainer und Dozent trägt der Extremsportler, der selbst im Rollstuhl sitzt, mit seinem Wirken dazu bei, Vorurteile zu zerstören, Inklusion voranzutreiben und das Bild des Rollstuhlfahrers in der Gesellschaft von negativen Assoziationen zu befreien.

Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Privatschulverbände (VDP), der die Laudation auf David Lebuser hielt, würdigte das Engagement des Extremsportlers, der selbst im Rollstuhl sitzt, für eine Welt, in der Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam auf gleicher Augenhöhe gleichberechtigt leben. Mit dem Angebot von sit ’n‘ skate – Destroying Stereotypes! will der Wahl-Hamburger gemeinsam mit seiner Partnerin Lisa Schmidt Rollstuhlfahrer stark machen und motivieren, gleichzeitig Vorurteile zerstören, Inklusion vorantreiben und das Bild des Rollstuhlfahrers in der Gesellschaft von negativen Assoziationen befreien.

Exposé Video-Porträt

Sonderpreis

Preis des Deutschen Weiterbildungstages an das Projektteam von maxQ

v. l. n. r. Siegfried Schmauder, Maximilian von Kannen, Yvonne Meckies, Alina Brunenberg, Beate Wittig, Dr. Frank Ebeling, Marco Seiffert

Das Projekt „Wir sind anders – wir sind WIR!“ für das außergewöhnliche Engagement der angehenden Altenpflegeschülerinnen und -schüler gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Die Lernenden am maxQ. Fachseminar für Altenpflege in Hückelhoven machen sich mit ihrem Projekt stark für ein buntes Miteinander.

In seiner Laudatio auf das Projekt „Wir sind anders – wir sind WIR!“ hob Siegfried Schmauder, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Weiterbildungstag, die Notwendigkeit der Stärkung der Altenpflege und die Wichtigkeit klultursensibler Pflege hervor. „Das außergewöhnliche Engagement des Projektteams hat eine besondere Dynamik entwickelt und setzte schulintern, aber auch bei Management und Pflegedienstleitungen der beteiligten Pflegeinrichtungen ein wichtiges Achtungszeichen. Gleichzeitig haben die Jugendlichen in der Auseinandersetzung mit Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz viel für ihre eigene Entwicklung gelernt“, so Schmauder. Stellvertretend für das gesamte Projektteam nahmen Ausbilderin Yvonne Meckies sowie die Alternpflegeschülerinnen und -schüler Alina Brunenberg, Beate Wittig und Maximilian von Kannen den Preis des Deutschen Weiterbildungstages entgegen.

Exposé Video-Porträt

Über den Wettbewerb

Die Auswahl fiel in diesem Jahr wieder nicht leicht. Viele der eingereichten Personen und Projekte hätten den Sieg verdient. Wir bedanken uns ganz herzlich für das gezeigte Engagement und wünschen für die Zukunft alles Gute.

Nominiert waren

Lernende

  • die Teilnehmenden der Reha-Maßnahme „Zurück in Arbeit“

    für ihre Erfolgsgeschichte, ihren Kampfgeist und ihr besonderes Engagement als Menschen mit körperlicher und seelischer Erkrankung bei der Re-Integration ins (Berufs-)Leben. Durch ihre aktive Mitwirkung an der Reha-Maßnahme, kreative Eigeninitiative und Erschließung des Improvisationstheater als neues Lernform konnten alle Teilnehmenden ins Berufsleben zurückkehren.

  • Inna Kopp

    für ihre Konsequenz, mit der die Spätaussiedlerin (1998) für den Aufbau einer neuen Existenz in Deutschland Lernangebote genutzt und sich gezielt erschlossen hat. Sie engagiert sich auch persönlich für die Integration von Migranten und den Zusammenhalt der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in ihrer Stadt.

  • Ninos Toma

    für seine besondere Erfolgsgeschichte. Der Kriegsflüchtling aus Syrien (2012) baute sich innerhalb von nur zwei Jahren mit Konsequenz, einer ausgeprägten Lernbereitschaft und durch Nutzung aller Lernangebote eine neue Existenz in Deutschland auf. Er engagiert sich unter anderem in der Betreuung von Zuwanderern sowie in zivilgesellschaftlichen Foren und Arbeitskreisen.

Lehrende

  • Jutta Sander

    für ihre 50jährige Tätigkeit im Bereich der Bildung mit dem Schwerpunkt der Deutschsprachvermittlung im Schuldienst und in der Erwachsenenbildung.

  • Joachim Glendenberg

    für sein hohes persönliches Engagement als Ausbilder und Jobcoach in Hotelmanagement-Kursen.

  • David Lebuser

    für das außergewöhnliche Engagement des Extremsportlers, Reha-Beraters, Rollstuhlfahrers und Dozenten für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Sonderpreis

  • Teilnehmende des Projektes „Wir sind anders – wir sind WIR“

    für den Beitrag der Initiative gegen Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Alle Teilnehmenden bringen sich aktiv in den Kurs ein. Der Kurs zeigt mit geringem Input ein außergewöhnliches Engagement und hat eine besondere Dynamik entwickelt. Die Initiative richtet sich an Mitschüler und Mitschülerinnen des Fachseminars, an Altenheime und ambulante Dienste und an die Öffentlichkeit.

  • Prof. Dr. Rolf Arnold

    für sein Lebenswerk als Weiterbildungsforscher und seine wegweisenden Leistungen in der berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung, die sich v.a. in der Erfolgsgeschichte des »Distance and Independent Studies Center« (DISC) der Technischen Universität Kaiserslautern zeigen, das Arnold als wissenschaftlicher Direktor leitet.

  • Brigitte Grotmann

    für Ihre Entschlossenheit und ihren Kampfgeist, mit dem sie trotz schwerer Schicksalsschläge ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin absolviert. Ungeachtet ihrer Schwerstbehinderung engagiert sie sich auch als Leistungssportlering. Frau Grotmann hat den unerschütterlichen Mut und ihre Tatkraft nicht verloren. Diese positive Einstellung und der Blick nach vorne lassen sie auch schwerste Krisen überwinden.

Das war die Ausschreibung

Kategorie „Lernende“ (1 Preisträger)

  • Jemand, der durch persönliches Schicksal lange Zeit vom Erwerbsleben „abgehängt“ war und durch Weiterbildung die erfolgreiche (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt geschafft und weitere Entwicklungschancen genutzt hat. (,,Zweite Chance“) o d e r
  • Eine Zuwanderin / ein Zuwanderer, die oder der dank einer Weiterbildungsmaßnahme in unserer Gesellschaft in besonderer Weise Fuß fassen konnte. (,,Integration und Aufstieg durch Bildung“)

oder, oder …

Kategorie „Lehrende“ (1 Preisträger)

  • Eine Dozentin / ein Dozent, die oder der vorbildhaft Fachlichkeit, Sozialkompetenz und gesellschaftlich orientiertes Handeln verkörpert und vermittelt. (,,Kompetente/r Dozent/in“) o d e r
  • Innovative und unkonventionelle Angebote der politischen Bildung, die den öffentlichen Diskurs in Zeiten von Fake News mit einer neuen Informations- und Debattenkultur positiv beeinflussen. (,,Innovative Politische Bildung“)

oder, oder …

Kategorie „Sonderpreis“ (1 Preisträger)

  • Eine Unternehmerin / ein Unternehmer, die oder der in besonderer Weise Weiterbildungsinitiativen ergreift oder unterstützt und so die Integration und das solidarische Handeln von Menschen innerhalb oder außerhalb des Unternehmens befördern. (,,Vorbildliches Unternehmen“) o d e r
  • Eine „öffentliche Person“ (Politiker, Wissenschaftler, Kulturschaffender, Journalist etc.) oder eine Initiative (Verein, Kampagne etc.), bei der das Thema (Weiter-)Bildung und deren gesellschaftliche Bedeutung eine herausragende Rolle im täglichen Handeln oder im langfristigen Verlauf einnimmt. („Lebensleistung“)

2 Antworten

    1. UT

      Liebe Frau Sarbalkan,

      eine solche Preisverleihung ist mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand für die Auswahl der Preisträger, die Findung geeigneter Laudatoren und die Produktion der Präsentationen verbunden. Ich bitte um Verständnis, dass die Frist nun aus diesem Grund tatsächlich abgelaufen ist.

      Herzliche Grüße
      Ursula Taege
      im Namen der Veranstalter

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