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30.04.2014 | News

EPALE – bald die »wichtigste Online-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa«?

Mit der »Electronic Platform for Adult Learning in Europe (EPALE) geht eine neue Online-Plattform an den Start, die Akteure der Erwachsenenbildung in ganz Europa vernetzen soll

Brüssel/Bonn. Haben Sie schon mal was von EPALE gehört? Vermutlich nicht. Und der Grund ist einfach: EPALE gibt es noch gar nicht richtig. EPALE steht für »elektronische Plattform für Erwachsenenbildung« (Electronic Platform for Adult Learning in Europe) und soll als Online-Plattform künftig dazu beitragen, dass sich die Erwachsenenbildung auf europäischer Ebene stärker vernetzt. Finanziert wird das Projekt von der Europäischen Kommission. In den nächsten Wochen und Monaten soll die Webseite Stück für Stück mit Inhalten gefüllt werden, ab Spätherbst wird unser Mitveranstalter, die Nationale Agentur Bildung für Europa beim BiBB als nationale Service-Stelle fungieren.

Derzeit ist die Plattform, die sich insbesondere an Lehrkräfte, Ausbilder, Freiwillige, aber auch politische Entscheidungsträger, Forscher und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung wendet, noch in der Planung. Schon bald aber soll EPALE zahlreiche Funktionen und Inhalte bereitstellen, die sie nach Absicht der Initiatoren »zur wichtigsten Website für Erwachsenenbildung in Europa« machen soll. So soll es zum Beispiel die Möglichkeit geben, interaktive Netzwerke zu bilden und sich über Themen wie Lernmethoden, Qualität oder Politik, Strategien und Finanzierung europaweit auszutauschen. Geplant sind auch ein Kalender mit europäischen und nationalen Angeboten, mit denen Nutzer über berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten informiert werden sollen. Darüber hinaus sollen aktuelle Nachrichten und Fachbeiträge führender Experten in der Erwachsenenbildung gewährleisten, dass die EPALE-Nutzer Zugang zu den aktuellsten Maßnahmen und Debatten auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung haben. EPALE ist mehrsprachig konzipiert und soll ermöglichen, dass jeder Erwachsene Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten hat.

Anlass für die Gründung der europäischen Web-Plattform ist die Tatsache, dass Erwachsenenbildung eine immer wichtigere Rolle für die Wirtschaft und die Gesellschaft in Europa spielt. Nicht zuletzt die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der PIAAC-Umfrage zur Qualifikation von Erwachsenen zeigen, dass Europa in diesem Bereich schlechter abschneidet als andere Teile der Welt. Jeder fünfte Erwachsene in der EU hat eine Lese-, Schreib- und Rechenschwäche, und ein Viertel ist nicht in der Lage, digitale Technologien effektiv zu nutzen. Die EU und die Mitgliedstaaten sind sich bewusst, wie wichtig lebenslanges Lernen ist. Aus diesem Grund haben sie als Ziel festgelegt, dass bis 2020 europaweit 15 % der Erwachsenen an Maßnahmen für lebenslanges Lernen teilnehmen sollen – ein Ziel, von dem viele Länder noch meilenweit entfernt sind. Dieses Ziel wird neben Initiativen zur Verbesserung von Qualität und Effizient des Bildungsangebots auch in der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung hervorgehoben.

Derzeit befindet sich die Plattform EPALE noch in der Entwicklungsphase. Wer auf die Inhalte der künftigen Plattform Einfluss nehmen will, ist herzlich eingeladen, an der Nutzer-Umfrage teilzunehmen. Die Beantwortung der Fragen dauert nur wenige Minuten.

Zur EPALE-Webseite geht es hier: http://ec.europa.eu/epale/de/node/1

 

PH

 

 

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