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18.08.2008 |

Bundesbildungsministerium: Millionenförderung für Weiterbildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF präsentiert zwei neue Förderprogramme mit Millionen-Etats/ Bildungsverbände fordern »nachhaltige Weiterbildungsstrategie«

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) macht ernst und setzt die angekündigte Qualifizierungsinitiative »Aufstieg durch Bildung« mit verschiedenen Programmen in die Praxis um. Gleich zwei aktuelle Förderprojekte präsentierte das Ministerium dieser Tage der Öffentlichkeit.

Weiterbildungskurse für arbeitslose Ingenieur/innen
Programm Nummer 1 richtet sich an arbeitslose Absolventen ingenieurs- und naturwissenschaftlicher Studiengänge, die für den Wiedereinstieg ins Berufsleben fit gemacht werden sollen. Im Rahmen der Maßnahme »Ingenieur/innen - Akademiker/innen qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt« finanziert das Ministerium Weiterbildungskurse mit 2,68 Millionen Euro. Die Kurse richten sich an hiesige und zugewanderte arbeitslose Akademiker/innen, die sich bis zu 13 Monate an Hochschulen für den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben qualifizieren können. Die Fortbildungsmaßnahme wird vom BMBF und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und von der Otto Benecke Stiftung e.V. durchgeführt. Während der Dauer der Fortbildung beziehen die Teilnehmer weiter Arbeitslosengeld I oder II.

Anschluss für Jugendliche
Das 2. Projekt ist das Förderprogramm JOBSTARTER CONNECT. Es soll jungen Menschen, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, die Chance geben, eine Berufsausbildung abzuschließen. Rund 60 Millionen Euro beträgt der Förderumfang von JOBSTARTER CONNECT. Die Mittel werden vom BMBF und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe von Ausbildungsbausteinen sollen Lösungen entwickelt werden, um Jugendliche frühzeitig in die reguläre berufliche Ausbildung zu integrieren. Durch dieses Prinzip können auch »Warteschleifen«, also der Zeitraum zwischen Schulzeit und Ausbildungsbeginn, besser genutzt werden. Die Ausbildungsbausteine wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des BMBF auf Basis der geltenden Ausbildungsordnungen in 14 Ausbildungsberufen entwickelt. Bis zum 17. Oktober können Antragsteller ihre Projektskizzen bei der JOBSTARTER-Programmstelle im BIBB einreichen. Anfang 2009 werden bis zu 30 Projekte starten. Insgesamt ist geplant, in zwei Förderrunden bis zu 70 Projekte auf den Weg zu bringen, die laufend evaluiert werden. Die Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung führt das Programm durch.

Erneut nachhaltige Weiterbildungsstrategie gefordert
Verschiedene Bildungsverbände begrüßen zwar grundsätzlich die Förderpläne, fordern aber erneut eine nachhaltige Weiterbildungsstrategie. So Julia Schier, Bundesgeschäftsführerin des Verbandes der Privatschulverbände VDP erst kürzlich: »Der Fachkräftemangel wird sich durch die demographische Entwicklung noch verstärken. Gerade deshalb ist eine nachhaltige und ausreichend finanzierte Aus- und Weiterbildungsstrategie, wie sie der VDP seit Jahren fordert, sehr wichtig.« Es müsse darum gehen, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen durch eine individuelle Förderung und Anreizsysteme, ein transparentes und allgemein zugängliches Bildungsangebot und eine regional verankerte Beratung auf Dauer zu gewährleisten, so Schier. Nur so könne die Integration möglichst vieler Menschen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft und damit die bestmögliche Nutzung aller Potenziale gelingen.

» mehr Weiterbildungskursen für arbeitslose Ingenieur/innen
» mehr zum Förderprogramm JOBSTARTER CONNECT

bmbf/vdp/ph

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