06.07.2012 |

Kabinettsbeschluss: Mindestlohn in der Weiterbildung kommt ab 1. August!

Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (BBB) und Gewerkschaften stoppen Lohndumping in der Weiterbildungsbranche

In seiner Sitzung am 4. Juli hat das Bundeskabinett den Mindestlohn in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich erklärt! Damit ist nach jahrelangen Verhandlungen der Weg frei, um flächendeckend tarifliche Mindeststandards zu etablieren und das Lohndumping in der Aus- und Weiterbildungsbranche zu stoppen. Künftig sollen Lohnuntergrenzen von 12,60 Euro in Westdeutschland und 11,25 Euro in Ostdeutschland allgemeinverbindlich gelten. Mit dem Beschluss wurde das jahrelange Wirken der Zweckgemeinschaft von Unternehmen des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (BBB) und der Gewerkschaften ver.di und GEW von Erfolg gekrönt.

Dazu Thiemo Fojkar, Vorsitzender des BBB: »Die Zeiten, in denen pädagogische Mitarbeiter für weit weniger als 2.000 Euro brutto im Monat arbeiten mussten, sind jetzt vorbei. Ab jetzt gehören Dumpinglöhne für Ausbilder und Sozialpädagogen der Vergangenheit an.«

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat auf Nachfrage des BBB bestätigt, dass zukünftig nur die Bildungsträger in Ausschreibungsverfahren berücksichtigt werden, die ihre Mitarbeiter nach dem geltenden Tarifvertrag bezahlen. »Wir als Bildungsverband«, so Fojkar, »werden künftig darauf achten, dass die rechtlichen Vorgaben in der Vergabepraxis umgesetzt werden.«

Der Mindestlohntarifvertrag für das pädagogische Personal tritt zum 1. August in Kraft.

 

Quelle und weitere Informationen: www.bildungsverband.info

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