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15.02.2008 |

Rückläufiger Trend der Weiterbildung gestoppt

BMBF-Studie zeigt erfreuliche Tendenz, aber: »Teilnahmequote auf niedrigem Niveau«/ Kein Anlass zur Euphorie
Alle drei Jahre lässt das Bundesbildungsministerium (BMBF) in einer großen Repräsentativbefragung die Weiterbildungsbeteiligung der Bevölkerung untersuchen. Die Ergebnisse zum Berichtssystem Weiterbildung (BSW) 2007 wurden nun vom BMBF vorgelegt.

Erfreulich: Rückläufiger Trend der Weiterbildungsbeteiligung gestoppt
Nach der aktuellen BSW-Erhebung ist der seit 1979 rückläufige Trend bei der Weiterbildungsbeteiligung gestoppt. Die Beteiligungsquote beträgt nun 43% und zeigt damit wieder eine leicht steigende Tendenz. Dass ein Anstieg um 2 Prozentpunkte nicht gerade Anlass für Euphorie sein kann, wird aber durch weitere Beobachtungen unterstrichen.

So zeigt die aktuelle Untersuchung, dass die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland immer noch sehr stark bildungsabhängig ist. Je besser die schulische Bildung, umso mehr ist diese Bildungsorientierung ausgeprägt und schlägt sich auf die Einstellung zum Lernen nieder: Von allen Personen mit Hauptschulabschluss haben demnach in den letzten 12 Monaten 29% an Weiterbildungsveranstaltungen teilgenommen, bei den Personen mit Abitur oder Fachhochschulreife waren es 60%. »Hier scheint uns immer noch der stärkste Handlungsbedarf zu liegen«, kommentierte der BBB-Vorsitzende Rudolf Helfrich heute das Ergebnis der Studie. »Weiterbildung in Deutschland erreicht immer noch nicht die Personen, die den größten Bedarf haben, und für die Weiterbildung eine echte Chance darstellt. Daran müssen alle, die in unserem Land im Bildungsbereich Verantwortung tragen, dringend arbeiten. Ich schließe dabei die Bildungsträger ausdrücklich ein«, betonte Bildungsexperte Helfrich.

Berufliche Weiterbildung: Stabilisierung auf niedrigem Niveau
Seit Ende der 70er Jahre war die berufsbezogene Weiterbildungsbeteiligung in der Bundesrepublik Deutschland stark angestiegen. Der Höhepunkt dieser stetigen Aufwärtsentwicklung war 1997 erreicht – dann folgte die Trendumkehr. Für die Jahre 2000 und 2003 wurde jeweils ein Rückgang der Beteiligung an beruflicher Weiterbildung ermittelt. Dieser Negativtrend scheint nunmehr gestoppt, die Teilnahmequote hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. »Das reicht aber nicht«, mahnt Rudolf Helfrich. »Dem Fachkräftemangel begegnet am besten durch berufliche Weiterbildung. Demnach müsste berufliche Weiterbildung, auch die öffentlich geförderte, geradezu boomen. Das Gegenteil aber ist der Fall: Die Zugangszahlen zu Qualifizierungsmaßnahmen, die durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert werden, nehmen seit Oktober 2007 von Monat zu Monat ab."

Auch der internationale Vergleich zeigt, dass bei der beruflichen Weiterbildung in Deutschland »Steigerungen möglich sind«, wie es in der Pressemitteilung des BMBF formuliert ist.

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