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20.03.2010 |

Bundespräsident Köhler kritisiert: »Nur sechs Prozent für Bildung – wir müssen uns schämen«

Bundespräsident Horst Köhler fordert mehr Reformmut und höhere Bildungsausgaben in Deutschland

München. Bundespräsident Horst Köhler verlangt mehr Reformmut in Deutschland. »Es geht um einen neuen Aufbruch zu Reformpolitik«, sagte Köhler in einem Interview des Nachrichtenmagazins FOCUS. »Wir brauchen Langfristigkeit in der politischen Gestaltung und müssen Abstand nehmen von kurzlebigen Programmen.« Köhler forderte neben Sparanstrengungen die steuerliche Förderung von Forschung in Unternehmen, Mehrausgaben für Bildung und eine Entlastung der Mittelschicht.

Deutschland müsse mehr Geld für Bildung ausgeben

»Die Finanzindustrie muss sichtbar an der Bewältigung der Kosten der Krise beteiligt werden«, sagte er. »Wir brauchen auch Geld, um neue, dynamische Kräfte zu wecken.« Deutschland müsse mehr Geld für Bildung ausgeben. »Fast ein Drittel unserer gesamtwirtschaftlichen Leistung wenden wir auf für staatliche Sozialleistungen, aber nur gut sechs Prozent für Bildung«, kritisierte Köhler. »Angesichts dieser Relation müssen wir uns eigentlich vor unseren Kindern schämen. Dazu toben in der Bildungspolitik parteipolitisch gefärbte Kämpfe um Schulstrukturen, die keinem Lehrer und keinem Kind helfen.«

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