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24.06.2008 |

Bundespräsident Köhler kritisiert mangelndes Engagement von Unternehmen für Weiterbildung

Zwei aktuelle Reden des Bundespräsidenten zu Bildung und Weiterbildung/ Horst Köhler bei der Jahrestagung des BDI: Weiterbildung muss vierte Säule unseres Bildungssystems werden

In gleich zwei aktuellen Reden hat Bundespräsident Köhler, Schirmherr des Deutschen Weiterbildungstages, die Wichtigkeit von Bildung und Weiterbildung betont. Bildung stifte sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Kraft. Darüber hinaus müsse Weiterbildung im 21. Jahrhundert neben der frühkindlichen Bildung, der Schul- und der Berufsausbildung »als vierte tragende Säule des Bildungssystems« erkannt und aufgebaut werden. »Experten sagen mir, wo die vierte Säule sein müsste, gibt es bisher nicht mehr als dünne Stützbalken«, so Köhler. Das zu ändern, sollte Ziel einer Agenda 2020 sein.


THEMA WEITERBILDUNG – REDE VOR DEM BDI

In seiner Rede anlässlich der Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI), gehalten am 23. Juni in Berlin, fand Bundespräsident Köhler vor den Wirtschaftsvertretern deutliche Worte zum Thema Weiterbildung. »Dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit und gut dotierte Arbeitsplätze«, so Horst Köhler, »gibt es nur mit guter Bildung und Ausbildung. Sie muss in jedem Unternehmen zum Kerngeschäft gehören.«

»Lernende, anpassungsfähige Gesellschaften und erst recht lernfähige Unternehmen … klagen nicht über Alterung und unzureichende Qualifizierung; sie investieren in lebenslanges Lernen«, stellte der Bundespräsident fest. »Leider beobachten wir das nicht überall. Der aktuelle Bildungsbericht vermeldet, dass das Weiterbildungsengagement der Unternehmen sogar zurückgeht.«, kritisierte das Staatsoberhaupt. Richtig wäre es, diese Anstrengungen zu verstärken – gerade auch bei älteren Arbeitnehmern. Die Beteiligungsquote Älterer an Weiterbildungsprogrammen liegt in den skandinavischen Ländern bei 33 Prozent, in Deutschland bei 10 Prozent.

Weiterbildung, so betonte der Bundespräsident  darüber hinau, muss im 21. Jahrhundert neben der frühkindlichen Bildung, neben der Schul- und der Berufsausbildung »als vierte tragende Säule unseres Bildungssystems« erkannt und aufgebaut werden. Horst Köhler: »Experten sagen mir, wo die vierte Säule sein müsste, gibt es bisher nicht mehr als dünne Stützbalken.« Das zu ändern, sollte das Ziel einer Agenda 2020 sein und hieran, so der CDU-Politiker, sollten sich die Unternehmen leidenschaftlich beteiligen.


BERLINER REDE 2008

In seiner mit Spannung erwarteten diesjährigen »Berliner Rede«, gehalten am 17. Juni 2008 im Schloss Bellevue, widmete sich der Bundespräsident intensiv dem Thema Bildung. Im Mittelpunkt des Bemühens um Bildung dürften nicht nur die Bedürfnisse von Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen, »sondern der einzelne Mensch«. Wer sich bildet, so Köhler, »will nicht nur etwas können, sondern etwas werden: orientierungssicher und selbstkritisch, aufgeschlossen für neue Ideen ..., selbstbestimmt und verantwortungsbereit.« Das solle jeder und jedem offen stehen. Auch das Land sei darauf angewiesen, so der Bundespräsident, »weil gute Bildung sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Kraft stiftet.«

» die Rede zur BDI-Jahrestagung im Wortlaut
» die »Berliner Rede 2008« im Wortlaut

 

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