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18.04.2012 |

BBB-Vorsitzender Schmauder: »Einen Maßanzug gibt es nicht beim Textil-Discounter«

Rund 130 Gäste diskutierten bei der ersten gemeinsamen Fachtagung von BBB und IAB über Wege und Strategien zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit unter dem Motto »Runter vom Abstellgleis!«

Berlin/Nürnberg: Zu ihrer ersten gemeinsamen Fachtagung luden der BBB (Bundesverband der Träger beruflicher Bildung) und das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) am 16. April 2012 nach Nürnberg ein. 130 Fachleute aus den Bereichen Weiterbildung und Arbeitsmarkt waren der Einladung gefolgt. Bei der ersten gemeinsamen Fachveranstaltung ging es um das Thema »Langzeitarbeitslosigkeit«. Dabei wurden die Probleme der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt aus sozialpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Sicht beleuchtet.


Den Anfang bildeten Impulsreferate, in denen aus wissenschaftlicher Sicht (Prof. Dr. Möller, IAB), aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik (Bettina Schattat, BMAS) sowie aus Sicht der Bildungsträger (Siegfried Schmauder, BBB) in das Thema eingeführt wurde.
 
Prof. Dr. Joachim Möller von Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ging in seinem Referat auf Rahmenbedingungen der Langzeitarbeitslosigkeit, den »harten Kern« der Arbeitslosigkeit, die Bedeutung von Qualifikation und die aktive Arbeitsmarktpolitik ein. Dabei stellte er fest, dass es die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit nicht zum Nulltarif gibt, die Voraussetzungen für eine wirkungsvolle und nachhaltige Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit jedoch augenblicklich ausgesprochen günstig seien und das »Gelegenheitsfenster« unbedingt genutzt werden müsse.

Bettina Schattat vom Bundesministerium für Arbeit uns Soziales (BMAS) vertraut auf die Wirksamkeit der am 1. April 2012 in Kraft getretenen Instrumentenreform, wenngleich sie auch einräumte, dass die zu erwartenden positiven Effekte sich erst nach einer gewissen Anlaufphase einstellen werden. Sie wies u.a. auf die bisherigen Anstrengungen der Bundesregierung hin sowie auf erfolgreiche Projekte, wie z.B. die Berliner »Joboffensive«. Bettina Schattat: »Das Motto für die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit muss lauten: Jeder kann etwas – jeder wird gebraucht!«

Siegfried Schmauder, Vorsitzender des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung e. V. (BBB) stellte aus Sicht der Bildungsträger fest, dass neben dem politischen Durchsetzungswillen ein »Maßanzug« von arbeitspolitischen Instrumenten nötig sei, um den harten Kern der Langzeitarbeitslosigkeit erfolgreich auflösen zu können. Schmauder: »Den Maßanzug gibt es nicht beim Textil-Discounter!«

Das Ziel der Veranstaltung, Wege aufzuzeigen, die Langzeitarbeitslosigkeit durch den optimierten Einsatz vorhandener arbeitsmarktpolitischer Instrumente einzudämmen, als auch neue Strategien zur Reduzierung der Zahl der Langzeitarbeitslosen zu eruieren, wurde am Nachmittag mit einer lebhaften Podiumsdiskussion weiterverfolgt, an der Martina Rauch von der Bundesagentur für Arbeit, Prof. Dr. Lutz Bellmann vom IAB, Prof. Dr. Michael Behr, Abteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Wolfgang Prill vom Bildungsverband und Konrad Beugel, Wirtschaftsreferent der Stadt Erlangen, teilnahmen.

 

Quelle: http://www.bildungsverband.info/

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