SERVICE
Kontakt zum Servicebüro
Tel.: 0221 - 32 07736
service@deutscher-weiterbildungstag.de
02.12.2015 | News

Gestaltungsaufgabe: Fachtagung parallel zum IT-Gipfel in Berlin widmet sich dem Thema »Digitale Transformation in der Weiterbildung«

Die gut besuchte und inhaltsreiche Veranstaltung schlägt die Brücke zum Schwerpunktthema des 6. Deutschen Weiterbildungstages 2016: Weiterbildung in der digitalen Welt

Berlin  Am 18. November veranstalteten die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) und die Veranstalter des Deutschen Weiterbildungstages die Fachtagung »Digitale Transformation in der Weiterbildung«. Die Veranstaltung im IT-Campus der TÜV Rheinland Akademie in Berlin ging auf die besonderen Herausforderungen der Digitalisierung für die Lern- und Arbeitswelt gerade auch innerhalb der Weiterbildungsorganisationen. Parallel zum 5. Nationalen IT-Gipfel sollte sie eine Brücke zum sechsten Deutschen Weiterbildungstag 2016 (DWT) schlagen, der sich mit dem Thema »Digitalisierung« befassen wird.

Den 50 Teilnehmenden wurde mit Keynotes, Referaten und Präsentationen die Vielfalt der Digitalisierung vor Augen geführt. Dass es dabei keineswegs nur um Techniken und Programme geht, darauf wiesen die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, Antje Utecht vom IG Metall-Vorstand und Prof. Dr. Wolfgang Schroeder von der Universität Kassel hin. Digitalisierung ist nicht nur ein Thema für die Industrie und die Weiterbildung. Digitalisierung betrifft und transformiert die Gesellschaft, die Politik und nicht zuletzt die Arbeitsbeziehungen in unserer Lebens- und Arbeitswelt und greift tief verändernd in alle Bereiche ein.

Was bringt die Digitalisierung: 50 Prozent Beschäftigte mehr oder 12 Prozent weniger?

Dabei ist allerdings vieles noch unklar: Die Prognosen über Beschäftigungswirkungen durch Digitalisierung reichen von 50 Prozent Beschäftigungszuwachs bis zwölf Prozent Verlust. Es konnte bisher noch keine richtige Durchlässigkeit und keine Aufhebung der Spaltung zwischen formal gut und weniger gut Gebildeten erreicht werden – diese Schere wird sich weiter
öffnen, wenn nicht gerade im Bildungsbereich gegengesteuert wird. Auch in der Arbeitswelt dürften ganzheitliche Produktionssysteme und das weitere Vorantreiben der Automatisierung diese Spaltung eher verstärken. »So wird Digitalisierung zur politischen Gestaltungsaufgabe, wobei eine digitale Souveränität der Bürger hergestellt werden muss«, sagte Saskia Esken, Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für Digitale Bildung.

Der Nachmittag war praktischen Beispielen vorbehalten: Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zeigte die Konsequenzen für den Hochschulbereich auf. Hier führt Digitalisierung zu einer Vereinheitlichung von Angeboten und Studiengängen, zu besserer Koordinierung. Katrin Witte von der IBB AG referierte Weiterbildungen in virtuellen Klassenräumen und die dazu notwendigen didaktischen, aber auch organisationsentwicklerischen Voraussetzungen. Game based Learning wurde in einem Beitrag von Christoph Hieber, TÜV Rheinland Akademie, dargestellt und zwar im Kontrast zu herkömmlichen Formen der digitalen Vermittlung. Monika Fischer von der Bertelsmann Stiftung stellte das Kooperationsprojekt der Stiftung und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung DIE (www.wb-web.de) vor, das Ende 2015 ans Netz geht.

Zum Abschluss fasste Siegfried Schmauder, Sprecher des Veranstalterkreises des DWT, die Höhepunkte einer rundum gelungenen Veranstaltung mit Blick auf den Deutschen Weiterbildungstag am 29. September 2016 in Berlin zusammen. Eine Online-Dokumentation der Vorträge soll in Kürze veröffentlicht werden.

Walter Würfel

Zurück


Startseite  |  Kontakt  |  Impressum