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25.08.2008 |

Kanzlerin Merkel beginnt »Bildungsreise«

Insgesamt zwölf Stationen in zehn Ländern/ SPD-Politiker fordern konkrete Ergebnisse »vor allem bei Weiterbildung«

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre angekündigte »Bildungsreise« begonnen. Auf insgesamt zwölf Stationen in zehn Bundesländern will sich die Kanzlerin »an Ort und Stelle ein umfassendes Bild vom Stand des deutschen Bildungssystems machen« und »erfahren, welchen Herausforderungen sich die Bildungseinrichtungen stellen müssen.« Die für die Besuche ausgewählten Einrichtungen verfügten über besonders innovative Konzepte und hätten somit Vorbildcharakter. Das Spektrum reicht von der frühkindlichen Bildung über die Schule, berufliche Ausbildung, Hochschulbildung bis hin zur Weiterbildung.

Bereits in der vergangenen Woche besuchte Merkel den Kindergarten der evangelischen Friedensgemeinde im Frankfurter Gallus-Viertel und die Evangelische Fachhochschule Darmstadt, am Tag darauf reiste sie nach Nordrhein-Westfalen. Die Reise solle in den Bildungsgipfel münden, der am 22. Oktober in Dresden geplant ist.


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Die Stationen der »Bildungsreise« | Foto: REGIERUNGonline

Bereits vor Beginn der Bildungs-Rundreise haben Kultusminister SPD-regierter Länder konkrete Ergebnisse der Reise eingefordert. »Wir erwarten von der Bildungsreise der Kanzlerin mehr als nur Marketing, sondern im Rahmen der Zuständigkeiten des Bundes einen substanziellen Beitrag», betonte die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen (SPD). Dass sich die Bundeskanzlerin der Bildung widme, wertete Ahnen als Beleg für die Bedeutung des Themas. Auch der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) forderte mehr Engagement des Bundes in Bereichen, die in dessen Zuständigkeit fallen. «Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Bundeskanzlerin dort, wo sie zuständig ist, zum Beispiel in der vorschulischen und Weiterbildung, neue Impulse setzen würde», sagte Zöllner. Vor allem bei der Weiterbildung gebe es enormen Reformbedarf.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) mahnte derweil, dass das deutsche Bildungssystem «dringend durchgreifende Reformen» brauche. »Eine Schönwettertour ist deshalb unangebracht«, sagte der Verbandsvorsitzende Ludwig Eckinger in Berlin. Die deutschen Bildungsinvestitionen seien im internationalen Vergleich immer noch unterdurchschnittlich. Zudem solle die Kanzlerin die Länderkultusminister gezielt nach Lösungen für «drängende Probleme» fragen, wie etwa zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund oder zu Maßnahmen gegen die Stigmatisierung der Hauptschule.


ro/ddp/ph

 

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