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20.12.2007 |

Geförderte Betriebspraktika auf dem Prüfstand – mit gutem Resultat

Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg bescheinigt »Betrieblichen Trainingsmaßnahmen« gute Wirksamkeit

 

Interessante Nachrichten aus Nürnberg: Geförderte Praktika in Betrieben, die so genannten betrieblichen Trainingsmaßnahmen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, einen Job zu erhalten, um signifikante 15 Prozent. Das ergab eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, die Ende Dezember 2007 veröffentlicht wurde.

Die betrieblichen Trainingsmaßnahmen sind nach den Ein-Euro-Jobs das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument für Arbeitslose mit ALG II. Knapp 450.000 Menschen begannen im Jahr 2006 eines der meist drei- bis vierwöchigen Trainings. Die von der Bundesagentur geförderten Praktika vermitteln Kenntnisse oder prüfen die Eignung für einen Beruf. Bereits nach zwei Monaten war die Beschäftigungswahrscheinlichkeit bei den Teilnehmern rund 15 Prozentpunkte höher als bei vergleichbaren Arbeitslosen, die kein Training absolviert hatten. Nicht selten wurden die Teilnehmer von ihren Praktikumsbetrieben übernommen.

Bei den Trainings, die nicht in Betrieben stattfinden, setzten die positiven Beschäftigungseffekte erst etwa vier bis fünf Monate nach dem Beginn der Maßnahmen ein. 20 Monate nach Trainingsbeginn haben die Teilnehmer eine um rund drei Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit, regulär beschäftigt zu sein, als vergleichbare Nicht-Teilnehmer. Typische Beispiele für nichtbetriebliche Trainingsmaßnahmen sind Bewerbungstrainings, Englisch- oder Computerkurse.

Mögliche Mitnahme- und Verdrängungseffekte, die die sehr positive Bilanz etwas relativieren könnten, sprächen nicht gegen den Einsatz von betrieblichen Trainingsmaßnahmen, so die Verfasser der Studie. Allerdings sei die Wirkung der Maßnahmen bei Jugendlichen unter 25 Jahren nur gering. »Jugendliche und junge Erwachsene gezielter für die Maßnahmen auszuwählen und dafür etwas häufiger Personen in den anderen Altersgruppen zu fördern, könnte daher die Effektivität der Maßnahmen insgesamt erhöhen«, schreiben die Autoren.

 

» Zur Pressemitteilung des IAB und zum Download der Studie

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