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09.01.2008 |

Bundesregierung beschließt Qualifizierungs-Initiative »Aufstieg durch Bildung«

Bildungsministerin Schavan schnürt Maßnahmenbündel für bessere Aufstiegschancen/ Bildungsverband: »Schritt in die richtige Richtung, aber die Weiterbildung kommt zu kurz«

 
Unter dem Motto »Aufstieg durch Bildung« hat das Bundeskabinett am 9. Januar eine umfassende »Qualifizierungsinitiative» beschlossen. Unter Federführung von Bildungsministerin Annette Schavan wurden Projekte verschiedener Ministerien für die Initiative zusammengefasst. Das vorgestellte Gesamtpaket umfasst Fördermaßnahmen von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung im Beruf. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, Aufstiegschancen zu verbessern. So sollen sich Absolventen einer Berufsausbildung leichter für ein Hochschulstudium qualifizieren können und der Übergang von der Schule in die Hochschule besser möglich werden. Geplant sei, künftig 40 Prozent eines Jahrgangs für die Uni zu gewinnen.

Hintergrund der Qualifizierungsoffensive sind unter anderem der zunehmende Fachkräftemangel vor allem in Ingenieur- und Technikberufen sowie eine steigende Zahl von derzeit rund 385.000 so genannten „Altbewerbern“, d.h. Jugendlichen, die sich seit längerem vergeblich um eine Lehrstelle bemühen. Für sie soll es 2008 rund 100.000 zusätzliche Lehrstellen geben.

Oppositionsparteien, Gewerkschaften und Arbeitnehmer begrüßten die Initiative als »wichtigen Schritt«, äußerten sich jedoch skeptisch zu den verschiedenen Instrumenten. Sie fürchten Fehlanreize und Mitnahmeeffekte.

Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) begrüßt, dass das Thema Bildung zu einem Schwerpunkt für die zweite Hälfte der laufenden Legislaturperiode gemacht wird. Die in der Qualifizierungsinitiative geplanten Maßnahmen des Ausbildungsbonusses und der Intensivierung der Berufsberatung sind »erste Schritte in die richtige Richtung«. Von einem umfassenden Gesamtkonzept, so der Bildungsverband, kann dabei allerdings keine Rede sein. „Eindeutig zu kurz kommt zum Beispiel die Weiterbildung“, bedauert der BBB-Vorsitzende Rudolf Helfrich. „Das Konzept bleibt in diesem Bereich deutlich hinter dem zurück, was sich die Regierungskoalition im November 2005 vorgenommen hat: Hier ist weder von bundeseinheitlichen Rahmenbedingungen die Rede noch von dem im Koalitionsvertrag festgelegten Ziel, die Weiterbildung zur 4. Säule des Bildungssystems zu machen“. Ausdrücklich begrüßt wird vom Bildungsverband begrüßt hingegen die Aussage, dass die Förderung der beruflichen Weiterbildung Kernelement der Arbeitsmarktpolitik von Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit bleibt.

» Zur Stellungnahme des Bildungsverbandes
» Zum Wortlaut der »Qualifizierungsinitiative«

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